Zweites Treffen Jugendforum

zweites treffen jugendforum

Vom 20.- 22. Oktober 2013 trafen sich im Rahmen des Jugendforums der Thüringer Jugendfeuerwehr zwölf junge engagierte Feuerwehrmänner und -frauen in der Jugendherberge in Erfurt.
Die 3-tägige Veranstaltung wurde vom Team des Projektes „Toleranz durch Demokratie“ der Jugendfeuerwehr organisiert. Den Jugendlichen wurde ein umfangreiches Programm mit vielen wissenswerten Themen und spannenden Aktionen geboten.
An der Umsetzung der einzelnen Themen waren die Jugendlichen in hohem Maß selbst beteiligt. Sie erarbeiteten zum Beispiel eine Vision zum Thema „Meine Feuerwehr 2030“.

Darüber hinaus standen die Themen des Strukturierten Dialogs, insbesondere des Projektes „Better together – Jugend und Politik auf Augenhöhe“ im Fokus. Gemeinsam mit der externen Referentin, Frau Sluka, wurde intensiv zum Thema Kommunikation diskutiert, welches gerade bei der Feuerwehr eine wichtige, manchmal sogar lebenswichtige Rolle, spielt.

Aufbauend auf einem Seminar mit Jugendforum der Thüringer Feuerwehr im Frühjahr dieses Jahres wurde ein Workshop zum Thema Inklusion angeboten. Einstieg war hierbei der Kurzfilm „46/47“, welcher jede Menge Gesprächsstoff zum Thema Behinderung und Anderssein bot. zweites JUgendforum Es entstand eine spannende Diskussionsrunde. Für die Jugendlichen war es insbesondere eine Bereicherung, dass ihre Fragen direkt von Frau Sluka, die selbst über den entsprechendem Erfahrungshintergrund im Bereich Behinderung verfügt, beantwortet wurden.

Obwohl die jungen Leute der Thüringer Feuerwehr durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit schon über Erfahrungen im Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigungen verfügten, sammelten sie neue Erkenntnisse, als sie selbst einmal mit Rollstuhl, Sehbeeinträchtigungsbrille oder Augenbinde aktiv wurden. Sie erlebten, wie wichtig es ist, Vertrauen zu anderen Menschen aufzubauen und sich auf sie verlassen zu können, wenn man Unterstützung benötigt.

Das Interesse der Jugendlichen an diesem Thema war bis zum Schluss sehr groß.
Hier einige „O-Töne“ der Jugendlichen aus der abschließenden Feedbackrunde:

zweites Treffen Jugendforum

„Es ist ein ganz großes Glück ist, ohne Einschränkung zu leben.“

„Man kann froh sein, dass man nicht eingeschränkt ist und das sollte man genießen. Denn es kann alles ganz schnell vorbei sein.“

„Man sollte die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten wertschätzen.“

„Wir sollten Behinderte respektieren und uns in ihre Lage versetzen.“

„Behinderte haben es oft schwer und einige lachen auch noch darüber. Ich kann froh sein, so wie ich bin (sehen, gehen)…“

„Wir können froh sein, dass wir laufen und sehen können.“

„Ich habe neue Erfahrungen gesammelt und habe jetzt mehr Respekt vor Behinderten. Es ist schlimm, wie manche Menschen auf Behinderte reagieren.“

„Man muss Vertrauen zu anderen Menschen oder Personen haben.“

„Man soll Behinderten helfen und sie respektieren.“

„Man sollte Behinderte ernst nehmen und keinen Spaß über sie machen“

In dieser Veranstaltung wurde den Jugendlichen deutlich, dass Menschen mit Behinderung kein schlechtes Leben führen. Viele von ihnen sind glücklich und haben ihr Leben selbst in die Hand genommen. Gerade durch ihre Erfahrungen sehen sie Dinge manchmal einfach viel positiver und sind dankbar für das, was sie haben. Diese Menschen haben viele Stärken, genauso, wie jeder andere auch. Im Gespräch mit den Jugendlichen wurde herausgearbeitet, dass man weniger defizitorientiert denken sollte, sondern stattdessen die Stärken und Talente jeder Person hervorheben sollte. Dazu gehört es auch, sich selbst mal auf die Schulter zu klopfen und zu sagen „Hey, dass hab ich gut gemacht!“.

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