Wochenendworkshop Jugend und Politik auf Augenhöhe Vol.4

Am Wochenende vom 21.-23. Juni 2019 fand im Ferienpark Feuerkuppe (Straußberg) ein Wochenendworkshop zum Projekt „Better together – Jugend und Politik auf Augenhöhe Vol. 4“ im Rahmen des Strukturierten Dialogs statt.

Das Projekt wird über einen Zeitraum von zwei Jahren von Jugend für Europa und vom Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport gefördert.

Seit März letzten Jahres haben sich die Jugendlichen in ihren Projektgruppen mit den Themen Demokratie und Beteiligung auseinandergesetzt und sich in den Dialog mit Entscheidungsträger*innen in ihrem Umfeld begeben. An diesem Wochenende trafen die Jugendgruppen aus den Landkreisen Nordhausen und Greiz erstmals aufeinander und hatten die Möglichkeit sich ausgiebig zu ihren jeweiligen Projekten auszutauschen. Inhaltlich begleitet wurden sie dabei von ihren Gruppenbetreuern und Frau Rohde vom Ferienpark Feuerkuppe.

Wochenendworkshop Jugend und Politik

Am Freitagnachmittag startete die Veranstaltung mit einer kurzen Kennenlernphase. Danach wurde gleich inhaltlich gearbeitet. Frau Rohde stellte das Projekt „SELBST-verständl-Ich“ mittels eines kurzen Erklärvideo vor. Danach setzten sich die Jugendlichen damit auseinander, was für sie selbst Partizipation bedeutet. In spielerischer Form wurde dann erarbeitet wo und an was sie sich beteiligen können (Methode „Beteiligungssprint“).

Abends wurden die Gespräche bei Knüppelkuchen und Gitarrenklängen am Lagerfeuer fortgesetzt. Die Jugendlichen lernten sich so noch besser untereinander kennen.

Am Samstag stand zunächst das Thema „Jugendpolitik“ im Fokus. Alle waren aufgefordert, Begriffe zu notieren, die einem zur Jugendpolitik einfallen. Diese wurden im Anschluss sortiert und vor allem diskutiert. Über diesen Weg leitete Frau Rohde die Jugendlichen weiter zum Thema „Beteiligung“. Jede Gruppe überlegte, wie sie sich direkt vor Ort am gesellschaftlichen Leben schon beteiligt, wo es „Stolpersteine“ gibt und was sie diesbezüglich für Wünsche haben. In der anschließenden Zukunftswerkstatt wurden anhand selbstgewählter Themen ganz konkrete Fragen bearbeitet (Wie soll euer Projekt aussehen? Wann wollt ihr es durchführen? Was braucht ihr dazu? Was müsst ihr beachten?) und Zukunftspläne geschmiedet. Diese reichten von der Organisation von Demo`s zum Thema Klimaschutz über die Planung einer Jugenddisco bis zur Umgestaltung der Räumlichkeiten im Jugendclub.

Abgerundet wurde der arbeitsintensive Tag durch kooperative Abenteuerspiele im Niedrigseilgarten, Besuch der Sommerrodelbahn oder des Schwimmbades. Am Abend konnten sich die Jugendlichen in der Erlebnishalle beim Bullenreiten, Klettern, Rollstuhlbasketball und an der Reaktionswand ausprobieren.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Ergebnispräsentation. Jede Gruppe hatte hierzu eine Wandzeitung gestaltet.
In der abschließenden Auswertung hatten die Teilnehmer*innen die Aufgabe, in Form einer Hand zu notieren, was ihnen besonders gefallen hat, worauf sie hinweisen möchten, was ihrer Meinung nach nicht so schön war, was sie von diesem Wochenendworkshop Better together mitnehmen, aber auch was ihnen zu kurz gekommen ist.

Das Feedback fiel überwiegend positiv aus. Neben der inhaltlichen Arbeit war den Jugendlichen genügend Freiraum für aktive Erholung ganz wichtig. Es wurde wiederholt deutlich, dass ein solches Wochenende nicht zu viel thematisches Arbeiten beinhalten darf, sondern die Jugendlichen auch genügend Freiräume zur individuellen Gestaltung und zum Austausch untereinander benötigen.
Motiviert, vollgepackt mit Ideen und mit neu geschlossenen Freundschaften fuhren die Jugendlichen nach einem tollen Workshop-Wochenende wieder nach Hause. Jetzt werden sie gemeinsam mit den Gruppenbetreuern an der Umsetzung ihrer Ideen arbeiten, sich hoffentlich aktiv am gesellschaftlichen Leben beteiligen und mit Entscheidungsträger*innen in den Dialog gehen.

Barbara Märker
Projektverantwortliche

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.