Weihnachtlicher City Bound durch Jena – Ein gelungener Jahresabschluss!

City Bound Jena
Einfach mal „Danke!“ sagen. Viele Jugendliche sind „better together“ treu geblieben, haben sich schon oft auf Aktionstagen und Veranstaltungen engagiert. Natürlich sind einige neue Gesichter dazu gestoßen…

Grund genug für uns diesen Einsatz und das nachhaltige Interesse zu feiern und wert zu schätzen. Diesmal hatten wir Jena als Treffpunkt ausgewählt. Warum Jena? Die Stadt hat neben Fußball und Carl Zeiss nämlich auch in Sachen Jugend- und Soziokultur viel zu bieten. Ein bisschen Bildung verbunden mit einem Bummel über den bunten Weihnachtsmarkt – da war die Entscheidung schnell getroffen.

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Bei der Wahl eines passenden Raumes war es uns wichtig, dass er uns zum einen etwas über Jugendpartizipation zeigen kann und zum anderem jugendgerecht ist. Mit dem „Kassablanca e.V.“ haben wir damit einen Volltreffer gelandet. Das soziokulturelle Zentrum bietet neben zahlreichen Konzertabenden, Künstlerauftritten, Techno-Veranstaltungen (und und und) auch ein Tagescafé mit Wohlfühlatmosphäre an. Zudem engagiert sich der Verein für unterschiedliche Projekte, unter anderem im Jugendbereich, zum Beispiel durch diverse DJ-Workshops.City-Bound-Jena-2014-05 Diese Gelegenheit nutzten wir, um mit den Leuten vor Ort über die Geschichte und Hintergründe des Vereins ins Gespräch zu kommen. Das war natürlich sehr spannend, da die Entstehungsgeschichte des Hauses selbst viel mit Partizipation, Empowerment und der Durchsetzung von eigenen politischen, sozialen und kulturellen Interessen junger Menschen zu tun hatte.

Bei der Planung dieser Veranstaltungen war uns neben dem Spaßfaktor wie immer der Dialog mit engagierten Leuten aus dem politischen Sektor wichtig. Beides lässt sich nämlich durchaus miteinander verbinden. Aus diesem Grund beehrte uns Martin Michel von „Die Guten“ (Jena) als Gast.
„Die Guten sind eine Partei, welche von jungen engagierten Menschen in Jena gegründet wurde und mittlerweile bundesweit aktiv ist. Es geht um eine ehrliche Politik, die sich den Menschen und der Natur verpflichtet fühlt und nicht den eigennützigen Interessen interner Positionsheischer und externer Lobbyisten. City-Bound-Jena-2014-16Die Suche nach neuen Lösungsansätzen für gesellschaftliche Probleme steht dabei weit vorn. Ziel ist es zudem, einen frischen Wind in die Politik auf lokaler Ebene bringen. Wir möchten vor allem das kritische und konstruktive Interesse am politischen Geschehen bei den Menschen, besonders aber bei der jungen Generation wieder erwecken und zum Mitmachen in der Demokratie einladen. Denn ohne die Einmischung der Menschen, verselbstständigt sich Politik und es entstehen mitunter unvernünftige und schlechte Ergebnisse“ (https://diegutenjena.adhocracy.de/instance/diegutenjena).

Die TeilnehmerInnen, welche an diesem Samstag mal wieder aus den verschiedenen Regionen Thüringens angereist waren, erhielten durch das Gespräch einen Einblick in einen alternativen Ansatz von „Wie mache ich Politik“.  Manchmal muss man eben andere, neue, ausgefallene, originelle, schräge oder interessante Querwege gehen, um seine Ideen zu verwirklichen. Einige von den jungen ZuhörerInnen konnten vielleicht so einige Anregungen für ihre eigenen Projekte und deren Umsetzung mit nach Hause nehmen.

Da unser Hauptanliegen eigentlich das „Miteinander Spaß haben“ war, starteten wir damit direkt nach den spannenden Inputs aus Soziokultur und Politik. Wir bildeten mehrere Teams und schickten sie mit lustigen, unterhaltsamen, lehrreichen, spannenden und ungewöhnlichen Aufgaben in die Stadt. Das Ganze nennt sich dann „City Bound“ inklusive der Garantie zum Totlachen, Teamgeist wecken und die eigenen Grenzen auszutesten.
Die „City Boundler“ sollten sich unter anderem mit der Stadt Jena, dem Thema „Jugendpartizipation“, „Empowerment“ und nebenbei noch mit Äpfeln und Eiern auseinandersetzen.
•    Befragt 5 Menschen nach ihrer Meinung zu „Jugendpartizipation in der Stadt Jena“. Wie würde Jena aussehen, wenn die Jugend an der Macht wäre? Notiert deren Meinung dazu.

•    Für einen Apfel und ein Ei! Versucht diese beiden Lebensmittel gegen etwas anderes einzutauschen.

•    Befragt mindestens 5 Menschen nach ihrer Meinung zu „Jugendpartizipation in der Stadt Jena“. Was sind die größten Stolpersteine für junge Menschen, um selbst aktiv zu werden? Notiert deren Meinung dazu.

•    Teamaufgabe: bringt das rohe Ei am Ende des City Bounds gekocht und vor allem ganz zurück!!!
Die Rückkehr der Gruppen ins warme Tagescafé war von großer Begeisterung und positiver Aufregung begleitet. Alle konnten es kaum erwarten ihre Ergebnisse zu präsentieren. Diese sollten sie während ihres Ausfluges mit Fotos und Videos dokumentieren. Hier ein paar Eindrücke für euch:

Aus den Interviews mit Passanten der Jenaer Innenstadt bekamen die jungen ReporterInnen oft zu hören, dass ehrenamtliches Engagement usw. wichtig ist. Dennoch fehlt den Befragten Personen häufig die Zeit, um in einem Verein etc. aktiv zu werden. Zum Thema Jugend und Politik hieß es unter anderem „Erst Schule, dann Politik“.

Zum Abschluss zelebrierten wir noch die Verteilung und das Öffnen der individuell verpackten Schrottwichtelgeschenke. City-Bound-Jena-2014-19

Ein einmaliges Erlebnis. Wir fragten uns, wie wir die Geschenke verteilen sollten, worauf hin Alex antwortete: „Wir können die Geschenke ja erstmal beobachten!“. Gesagt – getan. Die Geschenke wurden an der Theke der Bar aufgereiht und minutenlang einfach nur bestaunt.

Danach suchte sich jedes Päckchen auf magische Art und Weise seine/n neue/n BesitzerIn aus. Toll! Wir können nur noch eins sagen: DANKE AN EUCH – ihr seid großartig! Schöner konnte der Jahresabschluss von „better together“ wirklich nicht sein. 2015 – wir kommen!

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