Unterwegs im Auftrag des Projektes

Inklusion erlebnispädagogisch gedacht

Inklusion erlebnispädagogisch gedacht

Eine Woche lang durften sich die FSJlerInnen der Thüringer Sportjugend in der Landessportschule Bad Blankenburg einquartieren.

Zwischen dem vollen Seminarprogramm, angefangen vom 1. Hilfe Kurs, über die Grundlagen der Verbandsstrukturen und unter anderem Doping im Sport, fanden die junge Leute kaum Zeit, um die großflächige Anlage mit ihrem umfangreichen Fitnessräumen und Gerätschaften zu nutzen. Und dann wurden sie zu alle dem noch mit dem Thema Politik konfrontiert. Nur allein das Wort ließ ein leichtes Raunen durch die Runde der 35 TeilnehmerInnen ertönen. Wieder einmal war ich im Auftrag des Projektes „Better together“ unterwegs, um durch die Projektvorstellung Jugendgruppen zu finden, die Lust haben, mitzumachen.

An einem zweiten Tag hatte ich dann noch die Möglichkeit, zum aktuellen Thema Inklusion mit den jungen Leuten ins Gespräch zu kommen. Diesmal auf eine dynamische Art und Weise, um den Unmut aus dem ersten Treffen etwas entgegen zu halten. Professionelle Unterstützung erhielt ich dabei aus dem erlbenispädagogischen Bereich durch Markus Fischer.

Nach einem kurzen Warm Up erhielten die TeilnehmerInnen den Aufrag,  FSJ Seminar der Thüringer Sportjugend durch team-buildings die neuen Spielregeln für die brasilianische Fußballmannschaft und die anstehende WM zu erproben. Nur das dabei pro SpielerIn ein Anstoß erlaubt war, wenn dieser durch den / die TrainerIn aufgefordert wurde, den Ball möglichst in Tornähe zu kicken. Als dann auch noch einige SpielerInnen durch das Verbinden der Augen quasi blind auf dem Feld umherirrten, waren hier schnelle Lösungsstrategien gefragt.

Die Sehenden suchten sich eine/n blinde/n PartnerIn und fanden ungewöhnliche Methoden, um das Spiel dennoch fortzusetzen: zum Teil trugen sie den blinden Passgiere Huckepack oder navigierten ihn per Händedruck durch die Markierungen der Spielfeldbegrenzung. Hier sollte der Bezug zur Inklusion und zur Politik deutlich gemacht werden: wie kann Integration funktionieren und wie komme ich möglichst schnell zu einer guten Lösung: zum Beipsiel, in dem man miteinander spricht, über das, was einem stört oder was man anders machen könnte. Diese Dinge erscheinen im ersten Moment sehr simpel, jedoch spielen sie auch in der Welt der Politik – mal mehr, mal weniger – eine wichtige Rolle.

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