Mit „Impro“ und „Empowerment“ im Gepäck auf nach Schalkau!

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Bei unserer nächsten Station machten wir im Süden von Thüringen Halt – in dem kleinen Ort Schalkau. Ihr fragt euch jetzt sicherlich was uns in den hintersten Winkel des Thüringer Waldes verschlagen hat?!

Immer wieder lernen wir durch unsere Veranstaltungen junge Leute kennen, die uns dann ansprechen, um uns an ihre Schule oder in ihren Verein einzuladen. So auch diesmal. Wir waren zu Gast in der Goetheschule, um mit den SchülerInnen der neunten Klassenstufe über „Empowerment“ und mögliche Projektideen ins Gespräch zu kommen.

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Da das neue Thema des Strukturierten Dialogs „Empowerment“ ist, haben wir uns im Vorfeld Gedanken gemacht, wie wir dieses nicht ganz so einfach zu verstehende Schlagwort jungen Menschen näher bringen können.
Lange Definitionen sind oft langweilig und nur schwer greifbar. Gerade bei solch einem Fremdwort, das zudem noch aus der englischen Sprache stammt. Super – wer sich so was immer ausdenkt (-;

Das Stichwort lautete also: es muss greifbar, praktisch und lebensnah sein. Um das Wort lebendig werden zu lassen haben wir uns zwei Künstler vom Improtheater „Improsant“ aus Erfurt eingeladen.Empowerment-Schalkau-2014-03 Nach einem kurzen Warm-Up spielten die beiden Schauspieler mit verschiedenen Situationen, welche durch das junge Publikum vorgegeben wurden – Improtheater eben.

Was ist notwendig um eigene Ideen umzusetzen? Was sind mögliche Stolpersteine auf dem Weg dorthin?

Solche und ähnliche Situationen wurden auf der Bühne zum Leben erweckt und sichtbar gemacht.Empowerment-Schalkau-2014-04

Dieser Einstieg war unsere Grundlage für die anschließende Gesprächsrunde mit den beiden Klassen. Das spannende an unserer Arbeit ist die Individualität der Gruppen auf die wir treffen, welche immer wieder für Überraschungen sorgen. Die große Herausforderung, der wir uns dabei stellen, besteht darin, sich oft spontan auf die Menschen vor Ort einzustimmen. In den meisten Fällen ist es so, dass wir die TeilnehmerInnen auf unseren Aktionen und Veranstaltungen zum ersten Mal kennenlernen.

Anders herum ist das natürlich genauso. Auch für die Jugendlichen sind wir im ersten Moment „Neulinge“ und müssen verständlicherweise erst einmal „beschnuppert“ werden. Manchmal reichen dann zwei Stunden nicht aus, um dies ausreichend zu tun. Zudem treffen dann auch noch unterschiedliche Vorstellungen und Wünsche aufeinander. In diesem Fall bedeutete das für unsere Gesprächsrunde einen etwas „zähen“ Dialog. Empowerment-Schalkau-2014-05

Nach kurzer Zeit stellten wir fest, dass es in der Klasse aktuell ein großes Thema gibt: „Klassenzusammenhalt“. Wir mussten unsere eigenen Ziele zunächst einmal zurückstecken und bohrten bei den SchülerInnen nach, was sie gerade so stark beschäftigte. In der anderen Klasse erlebten wir eine ähnliche Situation.

Die SchülerInnen hatten zum Zeitpunkt des Treffens andere Dinge im Kopf, als mit uns über Projektideen und Empowerment zu sprechen. Auch das gehört eben zu unserer Arbeit dazu. Fazit: Das wichtigste in einer Gruppe mit der man arbeiten will ist das positive Gruppenklima. Ohne dieses, kann man nicht oder nur schwer arbeiten, außerdem werden dann selten gemeinsame Ziele verfolgt und Projekte sind erst gar nicht umsetzbar.

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Vielleicht können wir bei einem erneuten Besuch bestehenden Themen aufgreifen oder neue ins Leben rufen.

Im Nachhinein stellte sich heraus, dass unser Treffen einige SchülerInnen sehr beschäftigte, so dass sie nun unbedingt etwas für ihren Klassenzusammenhalt tun wollen. Außerdem wurde die Idee geäußert einen Theaterworkshop auf die Beine zu stellen, um ein eigenes Theaterstück oder Musical zu schreiben.

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