Gesprächsrunde zur Juniorwahl in Erfurt

Juniorwahl

Erfurter Runde

Die letzte der insgesamt drei Gesprächsrunden hatte genauso, wie die in den zwei anderen Schulen zuvor, ihren ganz eigenen Charakter.  Mit über 200 SchülerInnen der Klassenstufen 8 bis 11 stellte sie die Veranstaltung mit den meisten TeilnehmerInnen dar. Außerdem wurde das Zusammentreffen von Jugend und Politik auf eine andere Art und Weise gestaltet.

Im Podium saßen neben den PolitikerInnen der fünf Fraktionen, vertreten durch Erfurter Runde v.l.n.r. Franka Hitzing (FDP), Bodo Ramelow (Die Linken), zwei junge Herren der Schülerschaft, Marion Walsmann (CDU), Birgit Pelke (SPD) und Astrid Rothe-Beinlich (Die Grünen). Die beiden Schüler moderierten die Dialoge zwischen den PolitikerInnen untereinander als auch das Frage-Antwort-Geschehen zwischen Jugend und Politik.
Sie zeigten ein sehr selbstbewusstes Auftreten, welches sich durch scharfsinnige Fragen und Kommentare sowie knallharte Unterbrechungen in die Länge gezogener Politikerbeiträge kennzeichnete.

Erfurter Runde Drei weitere SchülerInnen stellten zu Beginn die einzelnen Gäste aus dem Thüringer Landtag durch eine kurze Biografie vor.

Anschließend erhielt jede/r Politiker/in zwei Minuten Zeit, um seinen Standpunkt zum Thema Inklusion, Bildung und soziale Gerechtigekit darzustellen.

Dabei sollten die VertreterInnen aus der Politik direkt zu bestimmten Statements ihrer KollegInnen Stellung nehmen.

Diese Diskussion wurde dabei sehr spannend durch die beiden jungen Herren der Moderation geleitet und beförderte ordentlich Zündtstoff zu Tage.

Erfurter Runde

Die SchülerInnen empfanden die Gesprächsrunde sehr spannend, da sie dadurch einmal direkt mit PolitikerInnen sprechen konnten.

Sie waren zudem überrascht, wie aufmerksam die ZuhörerInnen trotz der gemischten Altergruppen waren.

Erfurter Runde

In dem nachträglichen Feedback äußerten die SchülerInnen auch, dass sie sich noch mehr Zeit für ihre Fragen gewünscht hätten, welche zum Teil aufgrund des Zeitfensters und der PolitikerInnenantworten überhaupt nicht gestellt werden konnten. Die Aussagen der PolitikerInnen waren für sie zum Teil nicht überprüfbar, da die Fakten und Zahlen eher ein spezielles Wissen voraussetzen, um auf dieser Grundlage miteinander diskutieren zu können.

Erfurter Runde

Ein Verbesserungsvorschlag sahen sie hier in einer intensiveren und detaillierten Vorbereitung von inhaltlichen Aspekten. Außerdem empfanden sie die drei Themen als zu umfangreich für den zeitlichen Rahmen der Veranstaltung. Erfurter Runde Da der Wunsch nach einer Auseinandersetzung mit dem Thema Wirtschaft geäußert wurde, stellten Herr Junker und ich bereits Überlegungen über eine Fortsetzung des Dialoges zwischen Jugend und Politik an.

Die SchülerInnen zeigten ihrerseits Interesse an einer weiteren Aktion, so dass wir ein Gespräch zu Beginn des neuen Schuljahres aufnehmen werden, um eine kleinere Veranstaltung nach den Vorstellungen der Jugendlichen zu planen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Veranstaltung seitens der SchülerInnen als positiv bewertet und sogar eine Fortsetzung mit einer noch intensiveren Vorbereitung gwünscht wurde. Das klingt für mich nach einem sehr erfolgreichen Ergebnis – Neugier und Lust auf politische Themen, die die Jugend bewegen!

Fazit

Die Organisation der drei Veranstaltungen war zum wiederholtem Mal eine interessante Erfahrung. Die Themenwahl ist sicherlich auch für die Jugendlichen eine spannende Angelegenheit gewesen, genauso, wie mit ExpertInnen aus der Politik darüber zu sprechen. Außerdem konnten sie sich so für die bevorstehende Juniorwahl einen kleinen Eindruck über die Wahlprogramme sowie die einzelnen Positionen der Parteien verschaffen, um im September auf dieser Basis selbst ihr Kreuz zu setzen. Diese praxisnahe Erfahrung mit politischen und demokratischen Prozessen stellt eine gute Möglichkeit dar, um Jugend und Politik ein Stückchen näher zusammen zu bringen. Das Thema „Soziale Inklusion“ der europäischen Jugendstrategie hat dabei einen höchst aktuellen und brisanten Stellenwert, vor allem wenn über schulische Inklusion gesprochen wird.

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