MOTZ-Projekt erste Veranstaltung der Open Space Tag

alle-infos-auf-einen-blickDie Idee hinter dem Motz-Projekt ist die Partziaption von Jugendlichen an der Gestaltung ihres Stadtteils. Sie sollen dabei in politische, kulturelle und soziale Entscheidungsprozesse mit einbezogen werden. Die erste Phase des Projektes beinhaltete mehrere Treffen mit Jugendlichen unter anderem in der Regelschule 23 und einigen Jugendeinrichtungen, um dort das Projekt vorzustellen und um die jungen Leute nach ihren motzmäßigen Ideen für ihr Lebensumfeld Moskauer Platz zu befragen. Sie wünschten sich in ganz unterschiedlichen Bereichen von Freizeit und Lebenswelt Neuerungen für den Stadtteil im Erfurter Norden. Neben einem Muffin- und Donutladen, einem Pizzahaus oder einer Milchshakebar wurden auch mehr Platz für Tischtennis, Basketball oder zum Skaten genannt. Andere wiederum halten die Verschönerung der Schule, die Bereitstellung von Musikübungsräumen oder einfach nur einen Platz zum Chillen für wichtig. Viele interessante Ideen wurden auf den dafür vorgesehenen Motzplakaten festgehalten.

Die Einladung zum Open Space sollte eine Möglichkeit sein, um mit politischen EntscheidungsträgerInnen über die Projektideen ins Gespräch zu kommen. Leider folgte an diesem Tag keiner der jungen Leute unserer Werbeaktion durch Gespräche und Flyeraktionen an der Schule und den anderen Jugendeinrichtungen, sowie den Veranstaltungsplakaten am Moskauer Platz.

Bilder Motz-Projekt

An dieser Stelle benötigten wir nun Plan B, zumal einige VertreterInnen aus Politik und Jugendarbeit den Weg ins Mehrgenerationenhaus gefunden hatten. Dabei war eine bunte Mischung an MultiplikatorInnen zusammen gekommen:

Ortsteilbürgermeister Torsten Haß, Katrin Lange (Streetwork Nord), Stephan Rothe (Ladebalken), Marie Bielefeld (AG Medien – OJW), Denny Möller (Vorsitzender Jugendhilfeausschuss), Franz Sommerfeld und Karsten Melang (Naturfreundejugend), Lisa Rupprecht (Perspektiv e.V./ Schulsozialarrbeiterin), Tilla Masberg, NicoleAlexiewicz und Kati Langenberger sowie Thomas Forthaus (OJW).

Gemeinsam nutzten wir die günstige Gelegenheit, um Ideen zu generieren, wie wir Jugendliche erreichen und so zukünftig die Arbeit im Motz-Projekt gestalten können. Unser Alternativ-Open-Space-Tag wurde so zum großen Erfolg, da wir das Potenzial, welches die Beteiligten durch ihre Gedanken, Erfahrungen und Vorschläge mitbrachten, voll und ganz ausgeschöpft haben. An diesem Tag konnte so ein weitreichendes Netzwerk aufgebaut und viele UnterstützerInnen an Bord des Motz-Projektes geholt werden.

Ergebnis: Wenn die Jugendlichen nicht zum Motz-Projekt kommen, dann kommt das Motz-Projekt eben zu ihnen! Wir gestalteten ein weiteres Plakat mit den gesammelten Ideen der Jugendlichen zur Stadtteilgestaltung und präsentierten diese wiederum am Moskauer Platz. Außerdem sollen sie als Gesprächsgrundlage in den bisher besuchten Einrichtungen dienen, um die jungen Leute noch einmal auf ihre Ideen und deren Umsetzung anzusprechen. Uns ist es sehr wichtig, dass die TeilnehmerInnen das Gefühl haben, dass ihre Vorschläge ernst genommen werden und nicht wieder einfach in einer Schublade verschwinden.

Ein weiteres Ziel des Motz-Projektes ist der kontinuierliche Austausch zwischen Jugend und Politik. Torsten Haß hat dabei seine Unterstützung zugesichert und steht als Ansprechpartner für die Jugendlichen zur Verfügung.

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